Hörspiele

Samstag 00:05 Uhr Deutschlandfunk

Blue Crime

Nr. 989, Aichach - Vera Brühne Mitschnitte Teil 1: Vera Von Michael Farin Regie: der Autor Mit Corinna Harfouch, Peter Lohmeyer, Lilith Stangenberg Produktion: BR 2017

Samstag 13:00 Uhr Bermuda.funk

HÖRSPIELplatz

Einmal im Monat präsentiert die Hörspiel-Redaktion des bermuda.funks Hörspiele von anderen Freien Radios, Eigenproduktionen und Hörspiele aus der freien Hörspiel-Szene. Im Oktober, November, Dezember 2020 sendet der HÖRSPIELplatz zum 20-jährigen Geburtstag Hörspiele zur Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des bermuda.funks.

Samstag 14:00 Uhr Ö1

Ö1 Hörspiel

"Ein Mitternachtsspiel". Von Marlen Haushofer (100. GT am 11.4.). Mit Gerhard Balluch, Lotte Marquardt, Norman Hacker und Ute Radkohl. Ton: Edgar Gruber. Regie: Heinz Hartwig (ORF-Steiermark 1990) Als "zu beschränkt auf Frauenschicksale" wurden ihre Texte zu ihren Lebzeiten oft abgetan, oder sie wurden ganz übersehen. Die Schriftstellerin Marlen Haushofer, Jahrgang 1920, erlebte bis zu ihrem verfrühten Tod 1970 nur wenig literarischen Erfolg. Erst die Frauenbewegung der 1980er Jahre würdigte Marlen Haushofer als "präfeministische" Autorin. Marlen Haushofer lebt, von einigen Studienjahren während der Nazizeit in Wien und Graz abgesehen, im oberösterreichischen Steyr, und in ihrem Werk setzt sie der Scheinidylle des Lebens in einer Kleinstadt die Kälte und Beziehungslosigkeit der Menschen entgegen. "Gerade diese Mischung von Dämonie und Idylle, auf die ich unentwegt stoße", schrieb Haushofer, "bereitet mir das größte Unbehagen und fasziniert mich zugleich". Haushofers Lebensgeschichte allerdings legt den Schluss nahe, dass Kälte und Beziehungslosigkeit auch Haushofers Innenwelt prägten. "Durch die Brille der eigenen Kälte und Beziehungslosigkeit gesehen, kann sich die Welt nur in ihrer Kälte und Beziehungslosigkeit offenbaren" (zit. Karin Fleischanderl). In "Ein Mitternachtsspiel" lässt uns Marlen Haushofer im Österreich der 1950er Jahre einen Abend mit zwei schon lange befreundeten Ehepaaren miterleben. Auf ihrer Verlobungsfeier im Kriegsjahr 1942 waren Robert und Eva noch voller Zuversicht, dass ihnen ein erfolgreiches Leben bevorstehe. Und auch Lorenz und Tilly, ihre Freunde, hatten ideale Vorstellungen von Liebe und Ehe. Jetzt, zehn Jahre später, sehen sie ihr Leben und ihre Zukunft anders. Auf einer gemeinsamen Party wird ihnen die Diskrepanz zwischen den früheren Träumen und der heutigen Wirklichkeit bewusst.

Samstag 15:05 Uhr Bayern 2

Hörspiel

Der Blaue Engel Von Michael Farin Nach dem gleichnamigen Film von Josef von Sternberg und dem Roman "Professor Unrat" von Heinrich Mann Mit Martin Umbach, Beate Himmelstoß, Nadeshda Brennicke, Jens Harzer, Franziska Ball und anderen Komposition: zeitblom Bearbeitung: Michael Farin Regie: Bernhard Jugel BR 2008 Zum 90. Jahrestag der Filmpremiere. Der Film "Der Blaue Engel" ist ein Mythos, das Hörspiel der Versuch, die Struktur des herausragenden Drehbuchs und Films von Carl Zuckmayer und Karl Vollmoeller transparent zu machen, indem es diese anrührende Geschichte aus einer vergangenen Zeit Sequenz für Sequenz erzählt: Prof. Dr. Immanuel Raat, Gymnasialprofessor in einer Kleinstadt, erfährt, dass seine Schüler das Lokal "Der Blaue Engel" frequentieren, angezogen von Lola Lola, Star der Kabarett-Truppe. Von moralischer Entrüstung getrieben und nicht ohne sexuelle Neugier wagt sich der Professor in die Lasterhöhle. Statt dort dem jugendlichen Treiben ein Ende zu machen, verfällt er Lola Lola, macht ihr einen Heiratsantrag und muss daraufhin den Schuldienst quittieren. Während die Truppe von Stadt zu Stadt zieht, verfällt Raat immer mehr. Er wird als "dummer August" Gehilfe des Zauberkünstlers und verliert jede Selbstachtung. Seine Demütigung erreicht den Höhepunkt, als die Truppe in den "Blauen Engel" zurückkehrt, um mit dem einstigen Professor "Sensation" zu machen: die ganze Stadt kommt in die Vorstellung. Michael Farin, Autor und Verleger. Zahlreiche BR-Hörspielbearbeitungen, zuletzt Joris-Karl Huysmans "Zutiefst da drüben" (2018).

Samstag 17:04 Uhr WDR5

Krimi am Samstag

Die dunkle Stunde der Serenissima (1/2) Von Donna Leon Übersetzung aus dem Amerikanischen: Christa E. Seibicke Komposition: Gert Anklam und Holger Mantey Bearbeitung und Regie: Corinne Frottier Erzählerin: Hannelore Hoger Brunetti: Christian Brückner Vianello: Wolfgang Rüter Elettra: Andrea Sawatzki Ford: Siemen Rühaak Eleonora: Doris Kunstmann Filipetto: Ernst August Schepmann Sanpaolo: Lars Gärtner Paola: Esther Hausmann Conte: Dieter Mann Lele: Horst Mendroch Tabaccaio: Peter Schröder Galante: Renate Becker Claudia: Julia Hummer Lucia: Camilla Renschke Hedwig Jacobs: Louise Martini

Samstag 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel

Die dunkle Stunde der Serenissima (2/2) Von Donna Leon Übersetzung aus dem Amerikanischen: Christa E. Seibicke Komposition: Gert Anklam und Holger Mantey Bearbeitung und Regie: Corinne Frottier Erzählerin: Hannelore Hoger Brunetti: Christian Brückner Vianello: Wolfgang Rüter Elettra: Andrea Sawatzki Ford: Siemen Rühaak Eleonora: Doris Kunstmann Filipetto: Ernst August Schepmann Sanpaolo: Lars Gärtner Paola: Esther Hausmann Conte: Dieter Mann Lele: Horst Mendroch Tabaccaio: Peter Schröder Galante: Renate Becker Claudia: Julia Hummer Lucia: Camilla Renschke Hedwig Jacobs: Louise Martini Wiederholung: WDR 5 So 17.04 Uhr

Samstag 20:00 Uhr SRF 2 Kultur

Hörspiel

Teil 2: «Ellbogen» von Fatma Aydemir Sie ist achtzehn. Sie ist in Deutschland geboren. Sie heißt Hazal und hat es satt, auf das Leben zu warten. Hazal will sich verlieren und verlieben, sie weiß nicht, wohin mit ihren Gefühlen. Als plötzlich die Polizei hinter ihr her ist, flieht sie nach Istanbul, wo sie noch nie in ihrem Leben war.

Samstag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Hörspiel

Hörspiel des Monats Die Toten haben zu tun ?????? ??????? Hörspiel von Mudar Alhaggi und Wael Kadour Aus dem Arabischen von Larissa Bender Regie und Funkeinrichtung: Erik Altorfer Musik: Martin Schütz Mit Rami Khalaf, Yvon Jansen, Sebastian Rudolph Dramaturgie: Sabine Küchler Produktion: Dlf 2019 "Versuch kein Held zu sein, wenn du schwach bist!" Das ist nur einer der vielen klugen Sätze, die einem aus dem Hörspiel "Die Toten haben zu tun" von Mudar Alhaggi und Wael Kadour im Gedächtnis bleiben. Das Hörspiel des Monats Januar 2020 verbindet ästhetische Qualität und gesellschaftliche Relevanz auf einem beeindruckend hohen Niveau. Solche multiperspektivischen Stücke basierend auf Erfahrungen möchte man hören! Das vom Deutschlandfunk produzierte Originalhörspiel, das von Larissa Bender aus dem Arabischen übersetzt wurde, lässt diejenigen selbst zu Wort kommen, die in Deutschland und Europa derzeit meist nur Objekt von Debatten sind: Wie ihr Protagonist Taha leben auch die beiden aus Syrien stammenden Autoren in Berlin und Paris im politischen Exil. Eindringlich und sehr sensibel erzählen sie in ihrem Hörspiel die Geschichte der besonderen Freundschaft zwischen dem Syrer Taha und der Deutschen Mira. Hierbei tritt Mira zunächst als die vermeintlich Starke auf, die dem auf den ersten Blick hilflos erscheinenden Flüchtling hilft. Die Freundschaft entwickelt sich jedoch zunehmend zu einer Beziehung auf Augenhöhe und die anfängliche Rollenverteilung stellt sich als trügerisch heraus. Taha spricht über die politische Repression in seinem Herkunftsland und seine Trauer über das Scheitern des demokratischen Aufbruchs in der arabischen Welt, an dem er aktiv beteiligt war. Dadurch tritt der Protagonist aus der Rolle des Opfers heraus und begegnet uns als handelndes Subjekt. Beeindruckend ist auch Tahas bei aller Melancholie entwaffnend ironischer Umgang mit der Exilsituation: Er berichtet davon, dass er seine Zeit zwischen Behördengängen und Trauern aufteilen muss, "so dass ich weder aktiv noch depressiv sein konnte ... Ich wurde ein Flüchtling." Das Hörspiel thematisiert jedoch nicht nur die Traumata der Überlebenden und deren Schuldgefühle gegenüber den Toten, es hinterfragt auch feinsinnig die Kategorien von Heldentum und Feigheit, Stärke und Schwäche - um nur einige der anspruchsvollen Diskurse zu nennen, die das Stück aufmacht. Um die traurige und sehr emotionale Geschichte von Taha und Mira zu erzählen, verweben die Autoren Mudar Alhaggi und Wael Kadour unterschiedliche stilistische Formen von Reportage über Tagebuchnotizen bis hin zum Puppentheater, das Taha im libanesischen Flüchtlingslager spielte und aus dem sich im Stück eine Geschichte in der Geschichte ergibt. Dies ist nur ein wunderbares Beispiel für die formalen Qualitäten, die den Text und seine Inszenierung insgesamt auszeichnen. Mit den Sprechern Rami Khalaf, Yvon Jansen und Sebastian Rudolph und unter der Regie von Erik Altorfer entfaltet sich das Stück auf hohem sprecherischem Niveau. Hier ist besonders hervorzuheben, dass auch der arabische Originaltext im Stück hörbar wird. Dies ist ein besonders gelungener Regie-Einfall, da er den im Stück angelegten Perspektivwechsel unterstützt: Für kurze Momente während dieses Hörspiels befindet sich zur Abwechslung einmal das deutschsprachige Radiopublikum in der Situation der Fremdheit und Desorientierung, die für Menschen auf der Flucht zum Alltag gehört. Durch den genau dosierten Einsatz von Stimm-Effekten für jede Szene eröffnet die Regie zudem einen neuen imaginären Raum. Das ermöglicht eine sinnliche Hörerfahrung, ohne in forcierten Realismus zu verfallen. Der leitmotivische Einsatz der von Martin Schütz komponierten Originalmusik sowie die beherzte Verwendung der Stereofonie stellt die Zerrissenheit der Figuren auf plausible, aber dennoch unaufdringliche Weise heraus. Die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste in Frankfurt am Main zeichnet jeden Monat ein Hörspiel aus den Produktionen der ARD-Anstalten aus. Die Entscheidung über das HÖRSPIEL DES MONATS trifft eine Jury, die jeweils für ein Jahr unter der Schirmherrschaft einer ARD-Anstalt arbeitet. Am Ende des Jahres wählt die Jury aus den 12 Hörspielen des Monats das HÖRSPIEL DES JAHRES. Die Toten haben zu tun ?????? ???????

Samstag 21:05 Uhr NDR Info

Das Kriminalhörspiel

Kesseltreiben (1/2) Nach dem Roman "Racket" von Dominique Manotti Übersetzung aus dem Französischen: Iris Konopik Bearbeitung und Regie: Ulrich Lampen SWR/NDR 2020 / Erstsendung Inspiriert durch die "Alstom-Affäre" (2013 - 2015), den Kauf der Energiesparte des französischen Konzerns durch den US-Konkurrenten General Electric, schildert Wirtschaftshistorikerin Dominique Manotti in einem fein justierten Plot das von organisierter Kriminalität kaum mehr unterscheidbare Zusammenwirken von Unternehmerhandeln, Regierungspolitik und Geheimdienstaktivitäten. Manottis Ermittlerin Noria Ghozali, Polizistin mit maghrebinischen Wurzeln, kämpft in ihrer Abteilung "Wirtschaftliche Sicherheit" verzweifelt um Transparenz. Weitere Informationen unter ndr.de/radiokunst. Das Kriminalhörspiel

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