Tagestipps im Radio

Tagestipps

Samstag 20:00 Uhr SRF 2 Kultur

Hörspiel

Grauen! - Halloween-Spezial zum Start des neuen Hörspiel-Podcasts Das Krabbeln von Käferbeinen hinter der Wand, knarrende Schritte auf dem Dachboden eines verlassenen Hauses, das Schaben von Stein auf Stein, wenn der Sarg sich öffnet - schon immer hat das Hörbare beim Entstehen von Gänsehaut eine grosse Rolle gespielt.

Samstag 20:00 Uhr NDR 90,3

NDR 90,3 - Die besten Live-Konzerte

Billy Joel 1987: Höhepunkte seiner Russland-Konzerte NDR 90,3 - Die besten Live-Konzerte

Samstag 20:04 Uhr WDR3

WDR 3 Konzert

Mit Nina Heinrichs Here and Now Die WDR Big Band und der "Composer in Residence" Vince Mendoza begegnen bei "Here and Now" der international renommierten amerikanischen Sängerin Lizz Wright. Ihre Stimme, so war einmal in einer Konzertkritik zu lesen, sei so warm "wie ein Platz am Kachelofen mit Blick aufs Schneegestöber". Auch wenn ihre Heimat, die amerikanischen Südstaaten, eher weniger für Schnee und Kachelöfen steht, ist dieser Vergleich passend. Denn Lizz Wrights Gesang ist soulig und samtig, sensibel und spirituell. Schon früh kam die Tochter eines Predigers mit Musik in Berührung, sang schon als Kind im Kirchenchor, zuhause wurde Gospelmusik gehört. Gospel, Soul, Blues und Jazz markieren auch heute noch ihr weites musikalisches Feld, auf dem sich Lizz Wright frei bewegt. Im Herbst 2018 traf Lizz Wright mit dem Programm "Here and Now" zum ersten Mal auf die WDR Big Band. Geleitet wurde das Projekt, das seinen Abschluss in der voll besetzten Kölner Philharmonie fand, vom "Composer in Residence" Vince Mendoza. Lizz Wright, Gesang; WDR Big Band, Arrangements und Leitung: Vince Mendoza Aufnahme aus der Kölner Philharmonie

Samstag 21:05 Uhr NDR Info

Das Hörspiel

Von Matthias Karow Musik: Sabine Worthmann Regie: Oliver Sturm Mit Julia Nachtmann, Tilo Werner, Michael Wittenborn, Nicki von Tempelhoff und Almut Kühne (Vokalistin) NDR 2019 Ein Ehepaar zieht aufs platte Land, lebt dort zurückgezogen, ohne nennenswerten Kontakt zur Dorfbevölkerung. Sie fährt täglich zur Arbeit in die Stadt und er, ein erfolgloser Schriftsteller, arbeitet zuhause an seinem Roman. Doch eines Tages, bedingt durch belanglose Zufälle, gerät auf einmal alles ins Rutschen. Gewissheiten verschwimmen. Ein Gefühl der Unheimlichkeit beschleicht die junge Frau im Gespräch mit dem Wirt der Dorfkneipe, bei dem sie sich sukzessive in eine parallele Welt hineingezogen fühlt. Weitere Informationen unter ndr.de/radiokunst. Das Hörspiel

Samstag 23:00 Uhr rbb Kultur

LATE NIGHT JAZZ

Mit Ulf Drechsel Keine Taschenspieler-Tricks! Der amerikanische Posaunist Ray Anderson formiert seit den 1990er Jahren immer wieder neue Bands. Langzeiterfolg hat sein Blasorchester im Taschenformat, Ray Anderson"s Pocket Brass Band. Vier Musiker genügen, um den akustischen Eindruck einer Marching Band à la New Orleans zu erwecken. Mit dem Trompeter Steven Bernstein, dem Tubisten José Davila und dem Schlagzeuger Tommy Campbell, schlägt Anderson mit Witz und Spielfreude einen musikalischen Jazz-Bogen von den frühen Tagen des 20. Jahrhunderts im Mississippi-Delta bis in den Gegenwarts-Sound von New York. Eines der letzten Konzerte vor dem Lockdown gab die Band in Brandenburg. Konzertaufnahme vom 11. März 2020, Cottbus, Glad House bis 00:00 Uhr

Samstag 23:03 Uhr Ö1

Die Ö1 Jazznacht

5 Millionen Pesos: Oscar Antolí. Schwerpunkt "Jazz und Kinder" "Penínsulas" hat Oscar Antolí seine Debüt-CD benannt, und die drei damit gemeinten Halbinseln, sie stehen für die wesentlichen Einflüsse der Musik des im katalanischen Tortosa geborenen, in Wien lebenden Klarinettisten: Spanien, der Balkan und Anatolien. Diese Vielfalt an Melodien und Rhythmen verschmilzt Antolí, der in Barcelona Jazz und an der Codarts Rotterdam University of the Arts türkische Musik studiert hat, mit der Improvisationslust des Jazz. Christian Bakonyi präsentiert das von spritziger, farbenfroher Musik geprägte Konzert des Oscar Antolí Quartetts vom 11. September 2020 im Rahmen der Reihe "5 Millionen Pesos" im Wiener RadioCafe, bei dem als Gast außerdem der aus Istanbul stammende Violinist Efe Turumtay mitwirkte, und bittet den Klarinettisten zum Gespräch. Außerdem beteiligt sich die Jazznacht am aktuellen Ö1-Kinderschwerpunkt, bringt eine Auswahl an "Jazz für Kids" und stellt derzeit aktive und frühere "Jazz-Wunderkinder" wie Joey Alexander und Harry Connick Jr. vor. Zudem präsentiert Christian Bakonyi Jazz-Einspielungen von Jazzmusiker/innen mit deren Töchtern bzw. Söhnen. Gestaltung: Christian Bakonyi

Samstag 23:05 Uhr Deutschlandfunk

Lange Nacht

Wir und die Anderen Eine Lange Nacht der Zugehörigkeit(en) Von Almut Schnerring und Sascha Verlan Regie: die Autoren Demonstration zur Coronavirus-Pandemie, "Black Lives Matter", Klimadebatte oder die aktuelle Gleichstellungspolitik ... immer wieder formiert sich ein Wir, das bestimmt, wer dazugehört und wer - angeblich - die Anderen sind. Wovon ist Zugehörigkeit eigentlich abhängig? Sollten wir nicht besser von Zugehörigkeiten sprechen, weil es keine Konstante, sondern ein sich ständig wandelnder Prozess ist? "Ich gehöre dazu, wenn nicht verhandelt werden muss, wer ich bin und ob ich dazu gehöre", sagt Sabine Hark. Sie war die Erste in ihrer Familie, die Anfang der 1980er-Jahre Abitur gemacht hat. Der Kölner Unternehmer Gianni Jovanovic ergänzt: "Ich komme mir vor, als würden Menschen glauben zu wissen, wer ich bin, wie ich bin, was ich zu denken habe, was ich zu fühlen oder was ich zu glauben habe." Und für Tupoka Ogette aus Berlin, Autorin von "Exit Racism", ist die Fremdzuschreibung Alltag: "Bevor ich in den Raum komme, wissen die anderen schon, wie ich bin." In einer vielstimmigen O-Ton-Collage nähert sich die "Lange Nacht" dem Verhältnis zwischen Individuum und Gruppe. Es geht um Geburtsorte, um Wohngegenden, Dialekte und Sprache, um Geschlechter, um Bildungsgeschichte und Sozialisation. Es geht um prägende, oft lebenslang wirksame Einflüsse, die mitbestimmen, wie wir so wurden, wie wir sind.

Samstag 23:05 Uhr BR-Klassik

Musik der Welt

Botschafter der Cajun-Klänge aus Louisiana Bruce Daigrepont und Steve Riley Von Marlene Küster Die Cajuns sind die Nachkommen französischer Kolonisten, die sich Mitte des 18. Jahrhunderts in Louisiana angesiedelt haben. Viele von ihnen brachten ihre Instrumente mit: Fiedel, Rhythmusinstrument Triangel und Geige. Die Hauptrolle spielte hier das Akkordeon. Deutsche Einwanderer hatten es Ende des 19. Jahrhunderts in die Cajun-Musik eingeführt. So entstanden die Cajun-Klänge, in denen sich die französische Sprache behauptete. Heute sind die beiden Akkordeonisten Bruce Daigrepont, Anfang 60, und Steve Riley, Ende 40, wichtige Botschafter und Bewahrer der Cajun Tradition. Als Kind haben sie zu Hause Französisch gelernt und erlebten diese traditionelle Musik auf Familienfesten. Ihre Texte sind meist auf Französisch und handeln beispielsweise von Heimweh und vom Reisen. Bruce Daigrepont spielt schon seit Jahrzehnten Akkordeon. Mit seinen Songs bleibt er der Cajun-Tradition sehr verbunden. Steve Riley war 15, als er den legendären Fiddle-Spieler Dewey Balfa kennen lernte. In seiner Band "The Balfa Brothers" hat er bis zum Tod von Dewey Balfa 1992 gespielt und seine eigene Band "The Mamou Playboys" gegründet. Seitdem bewahrt er diese Tradition und belebt sie gleichzeitig mit modernen Einflüssen. Steve Riley hat sogar sein eigenes Akkordeon kreiert.

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